


Der frühere Generalstabschef des Bundesheeres und ehemalige Vorsitzende des Militärausschusses der Europäischen Union, General Robert Brieger, hat nach 50 Jahren Dienstzeit seine Laufbahn beendet. Bei der feierlichen Verabschiedung, im Gardeinnenhof der Maria Theresien Kaserne, war der krönende Abschluss die neueste Komposition der Gardemusik; dem „General Robert Brieger Marsch“. General Brieger war von der Darbietung sichtlich begeistert und freute sich, die Partitur aus den Händen des Komponisten entgegenzunehmen. Die 1. Gardekompanie stellte mit dem Blasorchester der Gardemusik die Ehrenformation.
Fotos/Text: Bundesheer/Garde
Die ausgemusterten Leutnante wurden durch den Gardekommandant Oberst Georg Frischeis bei der wöchentlichen Flaggenparade in der Maria Theresien Kaserne begrüßt. In weiterer Folge werden sie den Aufgaben eines Gardeoffiziers nachgehen.
Leider musste sich die Garde auch von Major Manuel Beham verabschieden, der mit Oktober beim Verfassungsgerichtshof tätig ist. Die Kameraden der Garde danken für seine langjährig pflichtbewusste Diensterfüllung und wünschen ihm alles Gute.
Fotos: Bundesheer/Garde
Vergangenes Wochenende feierte die Theresianische Militärakademie die Ausmusterung des Jahrgangs „Generaloberst Josef Roth“ – 80 Militärakademiker schlossen ihre Offiziersausbildung erfolgreich ab. Mit der Ernennung zum Leutnant traten die Offiziere feierlich in das Offizierskorps des Österreichischen Bundesheeres ein. Die Ausmusterungsfeierlichkeiten fanden im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner statt.
Fotos/Text: Bundesheer/Garde
Beim Traditionstag der HLogS fand in der Vega-Payer-Weyprecht Kaserne die feierliche Übergabe des Kommandos der Heereslogistikschule statt. Generalmajor Alexander Platzer übergab die Insignie und damit die Verantwortung an Brigadier Klaus Jäger. Anwesend waren Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und der Chef des Generalstabes General Rudolf Striedinger sowie zahlreiche Ehrengäste. Die 3. Gardekompanie stellte einen Ehrenzug mit der Militärmusik Burgenland.
Fotos/Text: Bundesheer/Garde
Die 3. Gardekompanie absolvierte die Zielüberprüfung der Basisausbildung 3 und konnte dabei ihr Können unter Beweis stellen. Mehrere Ausbildungsziele wurden in den Tagen am Truppenübungsplatz Blumau erfüllt.
Fotos/Text: Bundesheer/Garde
Die Soldaten der 3. Gardekompanie besuchten die KZ Gedenkstätte Mauthausen. In Rahmen einer Führung wurde das „grausame System“ der NS-Zeit nähergebracht. Gaskammer, Todesstiege oder Baracken haben alle zum Nachdenken angeregt.
Foto/Text: Bundesheer/Garde
Das Jägerbataillon Wien 2 „Maria Theresia“ führte von 8. bis 13. September 2025 die Beorderte Waffenübung „FEUERKRAFT 25“ am Truppenübungsplatz Bruckneudorf durch. Das Schlüsselpersonal war bereits in der Vorwoche vorstaffelt. Insgesamt rückten rund 400 Milizsoldatinnen und Milizsoldaten ein.
Scharfschießen und Handgranatenwerfen
Wien, 15. September 2025 – Zentraler Bestandteil der Übung war die Erfüllung der Schießverpflichtung am Sturmgewehr 77 sowie an der Pistole 80. Zusätzlich absolvierten die MG-Schützen ein Scharfschießen mit dem Maschinengewehr 74. Die Ausbildung am Sturmgewehr umfasste sowohl das Schulschießen als auch ein Einzel- und Truppgefechtsschießen.
Darüber hinaus wurde ein Schulwerfen mit Splitterhandgranaten durchgeführt, dem ein Vorüben mit der Übungshandgranate vorausging. Ein weiterer Schwerpunkt war die Einweisung in das neue Sturmgewehr 77 A1 MOD sowie das Training im sogenannten „Schießkino“ der Heerestruppenschule, einem modernen Simulator, der realitätsnahe Situationen abbildet und die praktische Schießausbildung ergänzt.
Stabskompanie als vielseitiger Spezialist
Die Stabskompanie erfüllte während der Übung eine doppelte Rolle. Einerseits stellte sie die Realversorgung des gesamten Bataillons sicher: von der Zubereitung und Ausgabe der Verpflegung über den Transport der Munition für das Scharfschießen bis hin zur Sanitätsversorgung und Materialerhaltung.
Andererseits führte sie auch fachspezifische Ausbildung durch. Der Aufklärungszug trainierte Gefechtsausbildung mit Absetzdrills, um das Verhalten bei Feindkontakt zu üben, während der IKT-Zug das Aufstellen von Mastantennen und den Funkbetrieb praktizierte.
Bataillonswettkampf und Abschlussbilanz
Am letzten Übungstag nahmen verschiedene Züge am Bataillonswettkampf teil. Dabei galt es, bei einem Stationsmarsch unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Teamgeist, Kameradschaft und Durchhaltevermögen standen im Vordergrund.
„Als Bataillonskommandant ist mein Gesamtresümee, dass wir die gesteckten Ziele sehr gut erreicht haben. Die Handhabung der Soldaten hat sich gefestigt und wir sind auf einem guten Weg Richtung Verteidigungsfähigkeit. Dies kann aber nur funktionieren, wenn auch entsprechend Zeit zur Verfügung steht“, sagte Oberst Markus Hornof, Kommandant des Jägerbataillons Wien 2.
„Übungen sind Grundvoraussetzung für Einsatzbereitschaft“
Während seiner Dienstaufsicht würdigte Brigadier Mag. Kurt Wagner, Militärkommandant von Wien, das Engagement der Miliz und betonte die Bedeutung regelmäßiger Übung: „Unsere Übungen sind Grundvoraussetzung dafür, dass wir auch in Einsätzen unsere Aufgaben erfüllen können. Daher ist eine Übungsverpflichtung ein ganz wesentlicher Punkt. Für die Zukunft sollten wir wieder zu zweiwöchigen Übungen zurückkehren, wie sie früher üblich waren.“
Oberst Georg Frischeis, Kommandant der Garde, hob die logistische Verantwortung hervor und forderte nachhaltige Investitionen: „Aus Sicht des mobilmachungsverantwortlichen Kommandos, das für logistische und organisatorische Vorbereitung zuständig ist, messen wir den Erfolg daran, ob die Miliz am Ende bestätigt: ‚Das war eine erfolgreiche Übung.‘ Dann sieht man, dass die Vorbereitung gestimmt hat. Das Ziel ist jetzt klar: Es geht wieder um die Landesverteidigung. Dazu gehört auch der Wille, das Bundesheer finanziell auszustatten – und genau das müssen wir jetzt angehen.“
Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Wien